Richtige Hautpflege im Winter

© Dragana Gordic AdobeStock 291271449
In der kalten Jahreszeit ist unsere Haut im Vergleich zu anderen Jahreszeiten stark beansprucht, zum Beispiel durch trockene Heizungsluft und häufigere Temperaturwechsel. Die Tendenz, uns seltener im Freien aufzuhalten, trägt keinesfalls zu einer Verbesserung des Hautbildes bei. So manche Außenhülle reagiert empfindlich mit Trockenheitsfältchen oder schlimmer noch mit Hautjucken, -reizungen und/oder Ekzemen. Durch rechtzeitiges hautfreundliches Verhalten können wir diese Unannehmlichkeiten erfolgreich verhindern.
An erster Stelle steht die Versorgung mit Wasser. Im Winter ist das Durstgefühl leider reduziert, obwohl der Flüssigkeitsbedarf erhöht ist. Deshalb gilt gerade während der Heizungsperiode, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen (pro 25 Kilogramm Körpergewicht täglich einen Liter). Wasser ist das kostengünstigste und effektivste Schönheitselixier überhaupt. Wasser macht den Unterschied.
Eiweiß ist ein wichtiger Baustein, den unser Körper für den Aufbau jeder einzelnen Zelle benötigt. Ein Mangel vermindert die Spannkraft unserer Haut und macht sich negativ an Haaren und Nägeln bemerkbar. Nicht zuletzt begünstigt eine ungenügende Zufuhr die Entstehung von Cellulite. Fisch, Fleisch, Ei, Milch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Getreide, Kartoffeln enthalten Eiweiß für gesunde Haut, nicht nur im Winter wichtig!
Nahrungsfette haben völlig zu Unrecht einen weniger guten Ruf. Schließlich bestehen unsere Zellmembranen aus Fett. Bei Personen, die sich äußerst fettarm ernähren, ist häufig eine Verschlechterung des Hautbildes zu beobachten. Qualität und Barrierefunktion der Haut werden vermindert. Bei tierischen Fetten hingegen ist weniger mehr! Fischfette und an essentiellen Fettsäuren reiche pflanzliche Fette sind zu bevorzugen. Auch für die Aufnahme und Verwertung fettlöslicher Vitamine ist, wie der Name richtig vermuten lässt, die Anwesenheit von Fetten erforderlich.
Auch Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig, damit die Haut als unser größtes Organ Wind und Wetter trotzen kann.
Für die Pflege der Haut ist es im Winter wichtig, nahrhaftere, etwas fetthaltigere Cremes zu benutzen. Die Nachtcreme „darf auch mal tagsüber ran“ (bei Bedarf zusätzlichen Sonnenschutz verwenden).
Da bei Kälte unsere Talgdrüsen die Produktion einstellen, sollten Gesicht und Hände vor Aufenthalten im Freien immer gründlich eingecremt werden.
Lange Winterabende bieten sich übrigens an, um der Gesichtshaut hin und wieder eine nährende Maske zu gönnen, da die Haut abends besonders aufnahmefähig für Pflegestoffe ist. Auf Peelings sollte im Winter eher verzichtet werden.
Unsere Haut freut sich über regelmäßiges Lüften der Räume und eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent.
Übertriebene Körperhygiene dagegen, wie zu häufiges, zu langes oder zu heißes Duschen, kann für Winterhaut zur Strapaze werden. Milde Seifen und Duschgels sollten sparsam verwendet werden, um Irritationen zu vermeiden. Ölbäder sind Schaumbädern vorzuziehen, insbesondere bei trockener Haut.

Empfehlungen

  1. 1
  2. 2

Weitere Artikel

  • Die besten Lebensmittel bei einer Erkältung

    Die besten Lebensmittel bei einer Erkältung

    Schnupfen, Husten und andere typische Erkältungssymptome sind lästig und man ist froh, wenn sie möglichst schnell wieder verschwinden. Viel Ruhe und vor allem ausreichend Schlaf unterstützen den Körper.

  • Hautpflege beim Skifahren

    Hautpflege beim Skifahren

    Auf den Skiurlaub freuen sich passionierte Wintersportler wie auf Weihnachten. Vergessen Sie vor lauter Vorfreude aber keinesfalls, dass die Haut vor Kälte, Luft und starker Sonneneinstrahlung geschützt werden muss.

  • Erste Hilfe bei Hyperventilation

    Erste Hilfe bei Hyperventilation

    Wenn eine Person hyperventiliert, bedeutet das, dass sie außergewöhnlich schnell und tief einatmet und dabei zu wenig ausatmet. Obwohl die Betroffenen besonders tief atmen, kann es gleichzeitig zu Atemnot kommen. F

  • Ist Eisbaden wirklich gesund?

    Ist Eisbaden wirklich gesund?

    Für „Warmduscher“ unglaublich: Alle Jahre wieder, bei Eiseskälte, Schnee und Wind, stürzen sich scheinbar kälteresistente „Eisbader“ in klirrend kalte Gewässer und scheinen dabei auch noch Spaß zu haben.

  • Thymian und Primel bei Erkältung

    Thymian und Primel bei Erkältung

    Eine Erkältung hat jeder hin und wieder. Meistens reichen Ruhe, viel trinken und ein paar klassische Hausmittel aus, um schnell wieder gesund zu werden. Zum Beispiel Thymian und Primel.

  • Wie die Periode mit Herzbeschwerden zusammenhängt

    Wie die Periode mit Herzbeschwerden zusammenhängt

    Beschwerden vor oder während der Periode - manche Frauen bleiben davon verschont, andere wiederum haben umso mehr damit zu kämpfen. In besonderen Fällen kann sich dies sogar auf das Herz auswirken.

  • Sport draußen ist auch im Winter ratsam

    Sport draußen ist auch im Winter ratsam

    In der kalten Jahreszeit wächst bei vielen Menschen der Drang, es sich drinnen gemütlich zu machen. Durchaus verständlich, denn die Kälte und Feuchtigkeit draußen sind nicht gerade einladend.

  • RSV – Wie gefährlich ist das Virus?

    RSV – Wie gefährlich ist das Virus?

    Außergewöhnlich viele Kinder leiden diesen Winter unter einer Atemwegserkrankung durch das respiratorische Synzytial-Virus. Das RS-Virus kann vor allem für Säuglinge gefährlich sein. Ihre Apotheke klärt auf.